Laut Statistik Austria sind 190.000 Niederösterreicher armutsgefährdet. 67.000 Menschen gelten als erheblich materiell und sozial benachteiligt. Ein wichtiges Auffangnetz ist die Sozialhilfe, die existenzielle Notlagen verhindern und Grundbedürfnisse – wie Wohnen, Essen oder Heizen – absichern soll. Die geplanten Sparmaßnahmen in diesem Bereich stoßen immer wieder auf Kritik, da sie aus Sicht der Caritas Menschen in schwierigen Lebenslagen noch stärker belasten. Von den knapp 12.000 Sozialhilfebeziehern in Niederösterreich kann mehr als die Hälfte kein eigenes Einkommen verdienen – darunter viele Kinder unter 15 Jahren, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Pensionisten. Eine Stütze ist die Haussammlung der Caritas St. Pölten, bei der jährlich 3.000 Freiwillige aus über 400 Pfarren um Spenden bitten. Zehn Prozent des Sammelergebnisses bleiben in den jeweiligen Kirchengemeinden für konkrete Hilfsprojekte vor Ort. Der Rest fließt in Einrichtungen und Projekte der Caritas St. Pölten. Im Vergangenen Jahr hat die Initiative über 700.000 Euro aufgebracht.
https://www.caritas-stpoelten.at
Sendung vom 29.05.2026