In Österreich arbeitet jede zweite erwerbstätige Frau in Teilzeit. Hauptgrund dafür sind in vier von zehn Fällen Betreuungspflichten für Kinder oder nahe Verwandte. Die unbezahlte Mehrarbeit wird Frauen meist erst nach ihrem Berufsleben zum Verhängnis. Aufgrund des geringeren Einkommens und der fehlenden Versicherungszeiten erhalten diese um 40 Prozent weniger Pension als Männer und müssen dadurch oft in Armut leben. Organisationen, wie das Armutsnetzwerk und Frauen für Frauen, machen auf dieses Problem aufmerksam und fordern bessere Aufklärung über die finanziellen Folgen von Teilzeitarbeit sowie mehr Anreize für eine partnerschaftliche Aufteilung von unbezahlter Sorge-Arbeit.
Sendung vom 27.02.2026