Unter dem Titel „Leerstellen“ treffen in der Ausstellungsbrücke im Regierungsviertel St. Pölten aktuell zwei künstlerische Positionen aufeinander, die sich dem Nichtgezeigten im Bild widmen. Für den Klosterneuburger Markus Reiter steht das Thema in Verbindung mit einer bewussten Entscheidung, sich mit der eigenen Identität und menschlichen Entwicklung auseinanderzusetzen. Bei seinen Kunstwerken findet der Betrachter ausgesparte Bildpartien, die einer fehlenden Figur gleichen. Die freie Stelle steht dabei für den Zustand begrenzter Wahrnehmung und die Möglichkeit sich davon zu lösen. Lukas Matuschek arbeitet mit Screenshots von Instagram Stories, die er so lange auf eine Leinwand überträgt, bis Lücken entstehen. Mit seinen Werken fordert der Künstler dazu auf, die eigene Bildwahrnehmung im digitalen Alltag zu hinterfragen. Die Ausstellung kann bis 11. Oktober im Landhaus besucht werden.
Sendung vom 15.09.2026