Im Regierungsviertel St. Pölten beschäftigt sich die Duo-Ausstellung von Julia Bugram und Yela An derzeit mit festgeschriebenen Identitätsbildern und deren Zuschreibung von außen. Die Werke der beiden Künstlerinnen zeigen einen Prozess, der von Verletzlichkeit, Widersprüchen und dem Wunsch nach Selbstbestimmung geprägt ist. Bei den Arbeiten von Bugram treten die dargestellten Frauen durch ihre frei gewählten Posen nicht als Objekte der Betrachtung, sondern viel mehr als aktive Subjekte in Erscheinung. Die fotografischen Kunstwerke von An verknüpfen Fremd- und Selbstbilder miteinander und thematisieren den weiblichen Körper im Spannungsfeld zwischen westlichen und asiatischen Gesellschaften. „Erzähl mir nicht, wer ich bin!“ kann bis 03. Mai in der Ausstellungsbrücke besucht werden.
Sendung vom 10.04.2026